Gesangverein 1858 Weidenthal

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Geschichte des Gesangvereins 1858 Weidenthal e.V.

Um das Jahr 1850 hatte sich in unserem Dorf mit Daniel Burckhardt, Jakob Rohr, Ludwig Friederich und Peter Tresbach ein Sängerquartett zusammengefunden, das sich unter der Leitung des Gemeindeschreibers Karl Hoffmann regelmäßig im Hintergebäude des heutigen Maximilian-Kolbe-Hauses zum Singen traf. Sie bildeten den Grundstock für den Weidenthaler Gesangverein, der am 15. Dezember 1857 entstand und dessen erster Vorstand oben genannter Daniel Burckhardt wurde. Als Gründungsmitglieder zählen außer den Angehörigen des Quartetts folgende: Karl Hepp, der Bäcker Johannes Kretner, der Wagner Ludwig Nahm, der Schmied Mathäus Hentz, der Schuster Wilhelm Lay und Anton Milloth.

Der Gesangverein erwarb sich durch die Pflege des mehrstimmigen Gesangs von Volks- und Kirchenliedern, durch sein öffentliches Auftreten bei dem alljährlichen "Singvereinsball", bei Sängerfesten im Dorf und außerhalb und an den christlichen Feiertagen in der Kirche das Vertrauen der Dorfbewohner. Trotz heute unvorstellbaren Bedingungen für den Beitritt (siehe Satzung von 1897), erhielt der Verein regen Zulauf. Nach dem ältesten Mitgliederverzeichnis hatte der Gesangverein im Jahre 1878 immerhin 77 Mitglieder, 1909 waren es 101 und 1929 gar 157. Diese Zahl blieb bis in die 50er Jahre von gelegentlichen Schwankungen abgesehen weitestgehend konstant.

Ihre Übungsstunden hielten die Sänger gewöhnlich im Schulsaal des jeweiligen Dirigenten (woran sich - im Prinzip - bis heute nichts geändert hat) ab, wobei jahrzehntelang die Violine das Melodie gebende Instrument war. Erst 1925 erwarb man ein Harmonium.

Als äußeres Zeichen hatte der Gesangverein schon seit den ersten Jahren seines Bestehens eine Vereinsfahne, die älteste aus dem Jahre 1858 existiert leider nicht mehr, sie wurde 1898 durch eine neue Fahne ersetzt, diese wiederum durch eine weitere Fahne im Jahre 1958, im Rahmen der 100-Jahr-Feier. Erst in jüngster Zeit besann man sich wieder auf die traditionellen Werte und ließ die alte Fahne mit großem Aufwand restaurieren. Im gleichen Jahr wurde der Verein auch ins Vereinsregister eingetragen.

Der Lehrer Julius Sultan übernahm nach dem Krieg das Amt des Dirigenten (1947 – 1950), das er aber zu Gunsten des aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrten vorhergehenden Chorleiter Hans Maasch wieder aufgab. Nach dessen Rückzug aus dem Vereinsleben, nach der 100-Jahr-Feier überhahm Julius Sultan erneut die musikalische Leitung des Chores, die er erst 1977 in jüngere Hände übergab. Als Anerkennung für seine langjährige Dirigententätigkeit wurde er zum Ehrenchorleiter ernannt.

1979 wurde für die Südtirolfahrt ein gemischter Chor ins Leben gerufen, der nach mehrheitlichem Beschluss bei der Generalversammlung am 20.01.1980 offiziell ins Vereinsleben integriert wurde. Im Jahre 1988 übergab Eugen Blum, der den Chor von 1983 – 1988 leitete, seine Tätigkeit in jüngere Hände. Nachfolger wurde Peter Clemens, der bis heute den Gemischten und den Jungen Chor unter seiner Leitung hat. 

Bereits 1984 wurde von Mitgliedern angeregt einen Jugendchor zu gründen,  was jedoch erst 5 Jahre später durch die Initiative des damaligen Jugendvertreters Klaus Christmann und des Chorleiters Peter Clemens in die Tat umgesetzt werden konnte.

Seit 1995 ist Horst Krug der 1. Vorsitzende des Gesangvereins. Größtes Highlight seiner Amtszeit war die Gründung des Kinderchors im Jahre 1997. Dessen musikalische Betreuung übernahm Heinz Ohliger. Größter Wehrmutstropfen in der jüngeren Vergangenheit war sicherlich das Ende des Männerchors, der seinen Singbetrieb im Jahre 1999 wegen mangelndem Stimmvolumen (sprich zu wenigen Sängern) einstellen musste.

Soviel zur Geschichte des ältesten Vereins der Gemeinde Weidenthal. Wer mehr über die allgemeine Geschichte Weidenthals und deren Vereine wissen will, sollte sich die Ortschroniken von Heinrich Stuckert zu Gemüte führen und/oder sich mit Harald König (über die Homepage von Weidenthal) in Verbindung setzen.

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